Was kostet eine Website in Österreich?
Eine professionelle Firmenwebsite kostet in Österreich – je nach Weg – zwischen ein paar hundert Euro pro Jahr (Baukasten in Eigenregie) und 25.000 Euro oder mehr (große Agentur). Die ehrliche Antwort lautet also: Es kommt darauf an, wer sie baut und was sie können muss. Damit Sie Angebote einordnen können, finden Sie hier realistische Preisspannen für jeden Weg, die tatsächlichen Kostentreiber und die Warnsignale, an denen Sie ein zu billiges Angebot erkennen.
Vorab zur Einordnung: Die folgenden Spannen sind Orientierungswerte aus unserer Markt- und Projekterfahrung in Wien – keine Studie und keine Garantie. Einzelne Projekte können deutlich darüber oder darunter liegen, je nach Umfang, Anspruch und Region.
Die vier Wege im Überblick
Baukasten (Wix, Squarespace, Jimdo & Co.)
Etwa 10 bis 50 Euro pro Monat – plus Ihre eigene Arbeitszeit, die regelmäßig unterschätzt wird. Für Nebenprojekte, Vereine oder eine erste Sichtbarkeit ist das ein legitimer Weg. Die Grenzen: Design-Schablonen, eingeschränkte Möglichkeiten bei SEO und Performance, und die Inhalte liegen in einem geschlossenen System – ein späterer Umzug ist mühsam, und die Website gehört Ihnen im technischen Sinn nie ganz.
Freelancer
Für eine Unternehmenswebsite bewegen sich Angebote erfahrungsgemäß meist zwischen 1.500 und 8.000 Euro. Die Qualität variiert enorm – es gibt hervorragende Einzelkämpfer. Das strukturelle Risiko ist die Langfristigkeit: Wenn die eine Person ausfällt, den Beruf wechselt oder keine Kapazität hat, stehen Wartung und Weiterentwicklung still. Fragen Sie deshalb immer, wie Updates, Backups und Erreichbarkeit nach dem Launch geregelt sind.
Kleine Agentur oder Studio
Typischerweise etwa 5.000 bis 25.000 Euro, je nach Umfang und Individualität. Dafür bekommen Sie eingespielte Prozesse, Design und Entwicklung aus einer Hand, meist einen Wartungsvertrag und einen Ansprechpartner, der auch in zwei Jahren noch existiert. Nach unserer Erfahrung entstehen viele hochwertige KMU-Websites genau in dieser Kategorie.
Große Agentur
Ab etwa 25.000 Euro aufwärts, nach oben offen. Sinnvoll für Konzerne mit vielen Stakeholdern, komplexen Freigabeprozessen und internationalen Anforderungen. Kleine und mittlere Unternehmen bezahlen hier oft Overhead – Projektmanagement-Ebenen, Meetings, Reporting –, der ihrem Ergebnis wenig hinzufügt.
Was den Preis wirklich treibt
- Umfang und Funktionen: Seitenanzahl, Mehrsprachigkeit, Shop, Buchungssystem, geschützte Bereiche – jede Funktion ist Konzeption, Entwicklung und Test.
- Individualität des Designs: Ein angepasstes Template ist deutlich günstiger als ein eigenständiges Design, das zur Marke entwickelt wird.
- Content: Texte, Fotos und Übersetzungen werden fast immer unterschätzt – gute Inhalte kosten Zeit oder Geld, oft beides.
- Technische Basis: Baukasten, WordPress-Theme oder individuelle Entwicklung (etwa mit Next.js) unterscheiden sich massiv in Aufwand und späteren Folgekosten.
- Integrationen: CRM, Newsletter, Buchungs- oder Warenwirtschaftssysteme anzubinden ist echter Entwicklungsaufwand.
- Laufender Betrieb: Hosting, Updates, Sicherheit und Support – dazu gleich mehr.
Die versteckte Zahl: laufende Kosten
Der Kaufpreis ist nur die halbe Wahrheit. Eine WordPress-Website braucht laufend Updates für Core, Theme und Plugins, dazu kommen häufig jährliche Plugin-Lizenzen und im Ernstfall Aufräumarbeiten nach einem Sicherheitsvorfall. Individuell entwickelte Websites haben höhere Anfangskosten, aber eine deutlich kleinere Wartungsfläche. Rechnen Sie Angebote deshalb immer über drei bis fünf Jahre – die Gesamtkosten zweier Angebote können sich dabei umkehren. Welcher technische Weg für Sie passt, hängt von mehr als dem Preis ab; einen ehrlichen Entscheidungsrahmen finden Sie unter Next.js oder WordPress – was ist besser für die Firmenwebsite?
Warnsignale bei billigen Angeboten
- Kein schriftlicher Leistungsumfang – ohne Scope ist jeder Festpreis eine Wette.
- „SEO inklusive“ ohne Angabe, was konkret geleistet wird.
- Domain und Hosting laufen über den Anbieter und gehören nicht Ihnen – das ist ein Abhängigkeitsverhältnis, kein Service.
- Ein gekauftes Template wird als Individualdesign verkauft.
- Keine Aussage zu Wartung, Updates und Support nach dem Launch.
- Ein Preis weit unter Markt: Die Differenz holt sich der Anbieter fast immer über laufende Gebühren oder teure Änderungswünsche zurück.
So machen Sie Angebote vergleichbar
Der häufigste Fehler beim Einholen von Angeboten: Drei Anbieter bekommen drei verschieden vage Briefings – und liefern drei Preise, die nichts miteinander zu tun haben. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn alle dasselbe kalkulieren. Diese Fragen sollte jedes Angebot beantworten:
- Was genau ist im Preis enthalten – Seitenanzahl, Funktionen, Texterstellung, Bildmaterial, Einschulung?
- Wem gehören Code, Domain und Hosting nach dem Launch?
- Was kosten Betrieb und Wartung pro Jahr – und was passiert bei einem Sicherheitsvorfall?
- Was kostet eine typische Änderung nach dem Launch, etwa eine neue Unterseite?
Rechnen Sie dann jedes Angebot über drei bis fünf Jahre statt nur den Kaufpreis zu vergleichen. Ein Angebot, das 3.000 Euro günstiger ist, aber jährlich 1.500 Euro mehr an Lizenzen, Wartung und Änderungskosten verursacht, ist nach zwei Jahren das teurere.
Und was kostet es bei uns?
Wir veröffentlichen bewusst keine Pauschalpreise, weil zwei „Firmenwebsites“ selten denselben Aufwand bedeuten. Stattdessen kalkulieren wir individuelle Festpreis-Pakete – transparent, ohne versteckte Kosten, mit vollem Eigentum an Code, Domain und Hosting. Das Angebot erhalten Sie nach einem kostenlosen Erstgespräch. Und weil Ehrlichkeit hier das Prinzip ist: Wenn für Ihre Situation ein Baukasten reicht, sagen wir Ihnen auch das.
Häufige Fragen
Warum sind die Preisunterschiede so groß?
Weil „Website“ kein definiertes Produkt ist: Ein angepasstes Template mit fünf Seiten und ein individuell entwickelter Auftritt mit Shop, Mehrsprachigkeit und CRM-Anbindung tragen denselben Namen, sind aber völlig verschiedene Projekte. Der Preis folgt dem Umfang, der Individualität und der Qualität der Umsetzung.
Reicht nicht eine Baukasten-Website?
Für Nebenprojekte, Vereine oder eine erste Online-Präsenz: ja, oft schon. Sobald die Website aber Kunden gewinnen soll, stoßen Baukästen bei SEO, Ladezeit und Individualität an Grenzen – und die Inhalte stecken in einem geschlossenen System, aus dem ein Umzug mühsam ist.
Welche laufenden Kosten kommen nach dem Launch dazu?
Mindestens Hosting und Domain. Bei WordPress zusätzlich regelmäßige Updates, oft jährliche Plugin-Lizenzen und Wartungsaufwand. Bei individuell entwickelten Websites ist die Wartungsfläche kleiner, dafür ist die Anfangsinvestition höher. Seriöse Anbieter machen die laufenden Kosten vor Vertragsabschluss transparent.
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