Website-Relaunch

Wie läuft ein Website-Relaunch ab und wie lange dauert er?

Ein Website-Relaunch läuft in sechs Phasen ab: Analyse, Konzept, Design, Entwicklung, Qualitätssicherung und Go-live. Für eine typische Unternehmenswebsite sollten Sie insgesamt etwa acht bis sechzehn Wochen einplanen – als Orientierung, nicht als Versprechen, denn der Umfang entscheidet. Die ehrliche Wahrheit aus der Praxis: Nicht Design oder Entwicklung verzögern die meisten Relaunches, sondern fehlende Inhalte und langsame Freigaben auf Kundenseite. Wer Texte, Bilder und Entscheidungswege früh klärt, verkürzt sein Projekt mehr als jede technische Abkürzung.

Vorab zur Einordnung: Die folgenden Zeitspannen sind Orientierungswerte aus unserer Projekterfahrung – keine Zusagen. Ein Relaunch mit fünf Seiten und fertigen Texten liegt am unteren Rand, ein mehrsprachiger Auftritt mit Shop oder Systemwechsel deutlich darüber. Die Phasen überlappen sich in der Praxis teilweise; sauber getrennt betrachtet sieht der Ablauf so aus.

Die sechs Phasen im Überblick

Orientierungswerte aus unserer Projekterfahrung, abhängig von Umfang und Freigabetempo.
PhaseWas passiertTypische Dauer
1. AnalyseBestandsaufnahme, Ziele, URL- und SEO-Inventar1 bis 2 Wochen
2. KonzeptSeitenstruktur, Inhalte, technische Entscheidungen1 bis 2 Wochen
3. DesignGestaltung der Schlüsselseiten, Feedbackrunden2 bis 4 Wochen
4. EntwicklungUmsetzung, Inhaltsübernahme, Anbindungen3 bis 6 Wochen
5. QualitätssicherungTests auf Geräten und Browsern, SEO-Check1 bis 2 Wochen
6. Go-liveUmstellung, Weiterleitungen, Monitoring1 Woche plus Nachbeobachtung

Phase 1: Analyse

Bevor irgendjemand gestaltet oder programmiert, wird der Bestand erfasst: Welche Seiten existieren, welche ranken bei Google, welche werden tatsächlich besucht? Aus der Search Console, der Sitemap und einem Crawl der Live-Seite entsteht das URL- und SEO-Inventar – die Grundlage für alle späteren Weiterleitungen. Dazu kommen die Ziele des Relaunchs: Was soll die neue Seite messbar besser können als die alte? Ein Relaunch ohne diese Phase startet blind; die häufigsten Folgefehler haben wir unter Welche Fehler sollte ich beim Website-Relaunch vermeiden? gesammelt.

Phase 2: Konzept

Aus Analyse und Zielen entsteht die neue Seitenstruktur: Welche Inhalte bleiben, welche werden zusammengelegt, was kommt neu dazu? Hier fallen auch die technischen Entscheidungen – bestehendes System behalten, wechseln oder neu aufbauen. In dieser Phase wird außerdem der Inhaltsplan festgelegt: Wer liefert welche Texte und Bilder bis wann? Dieser Punkt wirkt unscheinbar, entscheidet aber später über den Zeitplan des gesamten Projekts.

Phase 3: Design

Gestaltet werden zuerst die Schlüsselseiten – Startseite, eine typische Inhaltsseite, Kontakt –, nicht jede einzelne Unterseite. Die Dauer dieser Phase hängt weniger von der Gestaltung selbst ab als von den Feedbackrunden: Zwei strukturierte Runden mit einem entscheidungsbefugten Ansprechpartner sind schnell erledigt; fünf Runden mit wechselnden Meinungen aus verschiedenen Abteilungen kosten Wochen.

Phase 4: Entwicklung

Die längste zusammenhängende Phase: Das Design wird technisch umgesetzt, Inhalte werden übernommen, Formulare, Mehrsprachigkeit und Anbindungen an Drittsysteme gebaut. Gut planbar ist sie dann, wenn Konzept und Inhalte stehen – Entwicklung gegen halbfertige Texte bedeutet doppelte Arbeit, weil Layouts nachträglich an anderen Content angepasst werden müssen.

Phase 5: Qualitätssicherung

Getestet wird auf echten Geräten und in verschiedenen Browsern: Funktionieren Formulare, stimmen Ladezeiten, sind Titles, Meta-Angaben und strukturierte Daten vollständig? Dazu gehört der Abgleich mit dem SEO-Inventar aus Phase 1: Jede alte URL braucht ein Ziel. Diese Phase wird unter Termindruck am häufigsten gekürzt – und genau das rächt sich nach dem Go-live am teuersten.

Phase 6: Go-live

Die Umstellung selbst ist bei guter Vorbereitung ein kurzer, kontrollierter Schritt: Weiterleitungen aktivieren, Sitemap bei Google einreichen, Erreichbarkeit prüfen. Danach beginnt die Nachbeobachtung: Indexierung, Rankings und 404-Fehler werden in den Wochen nach dem Launch aktiv überwacht. Wenn der Relaunch mit einem Systemwechsel verbunden ist, gelten zusätzlich die Regeln aus Kann ich von WordPress zu Next.js wechseln, ohne Rankings zu verlieren?

Der eigentliche Engpass: Inhalte und Freigaben

Jetzt zur unbequemen Wahrheit, die in kaum einem Projektplan steht: Die meisten Relaunches verzögern sich nicht in Design oder Entwicklung, sondern beim Warten – auf Texte, auf Bilder, auf Entscheidungen. Eine Agentur kann eine Woche Entwicklungszeit zusagen, aber niemand kann zusagen, wann die Produktbeschreibungen aus der Fachabteilung kommen oder wann die Geschäftsführung das Design freigibt. Unsere Erfahrung: Projekte mit fertigen Inhalten und einem festen Entscheider halten ihre Zeitpläne; Projekte, bei denen Content „parallel entsteht“, überziehen fast immer – nicht um Tage, sondern um Wochen.

So verkürzen Sie die Dauer wirklich

  • Inhalte vor Projektstart klären: Texte und Bilder müssen nicht fertig sein, aber es muss feststehen, wer sie bis wann liefert – mit Namen und Datum.
  • Einen Entscheider benennen: Eine Person gibt Design und Texte frei. Gremien verlängern jede Feedbackrunde.
  • Feedbackfenster vereinbaren: Feste Rückmeldefristen (etwa drei Werktage) halten das Projekt im Takt.
  • Umfang ehrlich schneiden: Lieber mit den wichtigsten Seiten sauber starten und danach erweitern, als den Launch an Seite 47 scheitern lassen.
  • QS nicht opfern: Eine Woche Test kostet weniger als ein Monat Fehlersuche nach dem Go-live.

Was das für Ihre Planung heißt

Rechnen Sie für eine typische Unternehmenswebsite mit etwa acht bis sechzehn Wochen vom Projektstart bis zum Go-live – und behandeln Sie jede deutlich kürzere Zusage mit Skepsis, wenn sie nicht erklärt, wie Inhalte und Freigaben in dieser Zeit zustande kommen sollen. Wie unser konkreter Ablauf aussieht und was in jedem Festpreis-Paket enthalten ist, besprechen wir im kostenlosen Erstgespräch – und wenn Ihre bestehende Seite nur ein Detailproblem hat, sagen wir Ihnen auch, dass Sie gar keinen Relaunch brauchen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Website-Relaunch insgesamt?

Für eine typische Unternehmenswebsite sind etwa acht bis sechzehn Wochen realistisch, je nach Umfang, Mehrsprachigkeit und technischem Unterbau. Kleine Seiten mit fertigen Inhalten liegen darunter, Projekte mit Shop oder Systemwechsel darüber. Entscheidend ist weniger die Technik als das Tempo von Content-Lieferung und Freigaben.

Warum verzögern sich so viele Relaunches?

Fast nie wegen der Technik. Die häufigsten Bremsen sind fehlende Texte und Bilder, unklare Zuständigkeiten und Freigaben, die durch mehrere Abteilungen laufen. Wer vor Projektstart festlegt, wer Inhalte bis wann liefert und wer allein freigibt, hat das größte Verzögerungsrisiko bereits ausgeräumt.

Kann die Website während des Relaunchs online bleiben?

Ja, das ist der Normalfall. Die neue Seite entsteht parallel auf einer Staging-Umgebung, während die bestehende Website unverändert weiterläuft. Erst beim Go-live wird umgeschaltet – bei guter Vorbereitung ohne nennenswerte Unterbrechung und mit aktiven Weiterleitungen ab der ersten Minute.

Themen

Website-RelaunchProjektablaufPlanung
Nächster Schritt

Lassen Sie uns etwas Bleibendes bauen.

Kostenloses Erstgespräch. Wir hören zu, skizzieren den Weg und sagen ehrlich, ob wir die Richtigen sind.

Erstgespräch buchen
Antwort< 24 h
Erstgespräch30 min
Kosten€ 0